Breitrandschildkröte

Die Breitrandschildkröte zählt zur Gattung der Testudo. Sie sind innerhalb dieser Gruppe die Schildkröte mit dem größten Panzer, der bis zu 40 cm groß werden kann. In der freien Natur ist sie überwiegend im Süden Griechenlands und Albaniens zu finden. Vereinzelt kommt sie aber auch in Italien vor.

Die Breitrandschildkröte ist darüber hinaus ein sehr beliebtes und pflegeleichtes Haustier. Hier ein paar Eckdaten:

  • Wissenschaftlicher Name: Testudo marginata
  • Größe: Panzerlänge bis zu 40 cm
  • Gewicht bis zu 8 kg
  • Alter: 60 Jahre und älter
  • Verbreitungsgebiet: Südliches Griechenland, Albanien, Sardinien
  • Lebensraum: Trockene, felsige Gebiete bis 1.600 Meter Höhe
  • Haltung: Freigehege mit Frühbeet
  • Ernährung: Pflanzenfresser (z.B. Wildkräuter und Heu)
  • Lebensweise: tagaktiv
  • Winterstarre: ja

Aussehen

Wildlebende Breitrandschildkröten können eine Panzerlänge von bis zu 34 cm erreichen, während sie in Gefangenschaft lebend, bis zu 40cm Länge erreichen können. Somit ist sie der größte Vertreter der Paläarktischen Landschildkröten. Die Männchen werden dabei deutliche größer als die Weibchen. Ihr Gewicht kann zwischen fünf und acht kg betragen.

Der Panzer der Breitrandschildkröten ist auffallend langestreckt und weist in der Mitte eine deutliche Taille auf. Die hintere Randschilde ist besonders ausgeprägt und verleiht der Breitrandschildkröte so ihren Namen.

Der Rückenpanzer ist mit hellen Flecken versehen und hat eine schwarze Grundfarbe, während der Bauchpanzer gelb ist und dunkle, dreieckige Flecken aufweist.

Die Panzer der Jungtiere haben noch keine ausgebildete Taille und die hinteren Randschilde sind noch nicht vorhanden. Der Panzer ist zudem noch deutlich heller.

Haltung

In freier Natur lebend, hält sich die Breitrandschildkröte einer überwiegend trockenen und felsigen Umgebung auf. Sie sind Einzelgänger und bewohnen ein festes Revier von ungefähr zwei Hektar.

Wollen Sie eine Breitrandschildkröte als Haustier halten, gilt es einige Punkte zu beachten. Zunächst einmal sei gesagt, dass die Breitrandschildkröte recht unkompliziert in der Haltung ist. Es ist jedoch darauf zu achten, dass sie in einem Freigehege von ca. zehn Quadratmetern gehalten wird und keinesfalls in einem Terrarium.

Die Umgebungstemperatur sollte ausreichend warm sein. Um dies zu erreichen, können zum Beispiel Wärmelampen verwendet werden.

Die Einrichtung des Geheges sollte an den natürlichen Lebensraum der Schildkröten angelehnt sein. Geeignete Unterschlupfmöglichkeiten sowie Steine und Buschwerk sollten vorhanden sein.

Ernährung

Eine artgerechte Ernährung ist ausschlaggebend für das Wohlbefinden der Breitrandschildkröte. In freier Natur ernährt sich die Breitrandschildkröte von Wiesenblumen und wilden Kräutern. In der Haltung können sie gefüttert werden durch Spitzwegerich, Löwenzahn, Ringelblumen, Brennnesseln und Wundklee. Diese können direkt im Gehege der Tiere selbst angebaut werden. Zudem kann Heu zur Nahrung ergänzt werden.

Winterstarre

Breitrandschildkröten halten in den kalten Wintermonaten eine Winterstarre. Diese sollte auch in Haltung unbedingt eingehalten werden.

Zucht und Fortpflanzung

Nach der Winterstarre beginnt für die Breitrandschildkröten die Paarungszeit. Dabei werden die Weibchen von ihren männlichen Artgenossen häufig verfolgt oder sogar bedrängt.

Während des Fortpflanzungsakts hat die männliche Schildkröte ein geöffnetes Maul und stößt laute Schreie aus. Das Weibchen hingegen verhält sich ruhig.

Das Weibchen sucht sich einen geeigneten Platz für die Eiablage und gräbt dort mit ihren Hinterbeinen ein Loch, in welches sie die Eier ablegt. Danach wird das Erdloch wieder verschlossen. Große Tiere können bis zu drei Mal Eier im Sommer legen und pro Gelege können es 15 Eier sein. In der freien Natur beträgt die Brutzeit ca. 100 Tage, während sie in Gefangenschaft kann sie mit Hilfe eines Inkubators, welcher durchgängig auf 31,5 Grad erhitzt ist, auf ca. 60 Tage verkürzt werden.

Kauf von Breitrandschildkröten

Wollen Sie eine Breitrandschildkröte erwerben, sollten Sie vorher sicherstellen, dass sie die optimalen Haltungsbedinungen einhalten können und sich dann zum Erwerb unbedingt an einen seriösen Züchter wenden. Nach dem Erwerb müssen die Tiere angemeldet werden, da sie nach EU-Artenschutzverordnung in Anhang A gelistet und somit meldepflichtig sind.

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